Alexander Kobrin

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Alexander Kobrin, der von der BBC als „Van Cliburn of today“ bezeichnet wird, steht heute in der ersten Reihe internationaler Pianisten. Seine preisgekrönten Auftritte werden für ihre brillante Technik, Musikalität und seinen emotionalen Kontakt zum Hörer gerühmt. „Dies war eine verehrungswürdige Aufführung, an die man sich voll Bewunderung erinnern wird als einen Meilenstein der Wiedergeburt von außergewöhnlicher klassischer Musik im Zentrum New Yorks“, so schrieb The Post-Standard 2014 nach Kobrins Aufführung des zweiten Klavierkonzerts von Johannes Brahms mit dem Syracuse Symphony Orchestra in Syracuse im Staat New York. Die New York Times nennt Kobrin einen „anspruchsvollen Führer durch Schumanns Visionen einer anderen Welt, der die Aufmerksamkeit auf Jäger, Blumen, gespenstische Winkel und freundliche Lauben lenke, alles in fein ausgeführten Klangbildern eingefangen.“

Kobrin wurde 1980 in Moskau geboren. Im Alter von fünf Jahren war er bereits in der weltberühmten Gnessin Special School of Music eingeschrieben, danach besuchte er das namhafte Moskauer Tschaikowsky Conservatory. Er wurde von berühmten Lehrern wie Tatiana Zelikman und Lev Naumov unterrichtet. 2005 gewann Alexander Kobrin den internationalen Van Cliburn Klavier Wettbewerb in Fort Worth/Texas und legte damit den Grundstein für seine internationale Karriere. Seine zahlreichen Wettbewerbserfolge umfassen Spitzenplatzierungen beim internationalen Klavierwettbewerb „Ferruccio Busoni“ (1. Preis 1999), dem Hamamatsu International Piano Competition (Top Prize 2003), dem Scottish International Piano Competition in Glasgow (1. Preis 1998), und dem International Chopin Piano Competition in Warsaw (3. Preis 2000).

Alexander Kobrin trat mit zahlreichen renommierten Orchestern auf wie New York Philharmonic, Dallas Symphony, Chicago Sinfonietta, BBC Symphony Orchestra, English Chamber Orchestra, Birmingham Symphony, Royal Liverpool Philharmonic, Tokyo Philharmonic, Russian National Orchestra, Belgrade Philharmonic, Orchestra Verdi, Orchestre de la Suisse Romande, Deutsches Symphonie-Orchester Berlin, Warsaw Philharmonic und der Swedish Radio Symphony. Er arbeitet mit Dirigenten wie Mikhail Pletnev, Mikhail Jurovsky, Mark Elder, Vassiliy Sinaisky, James Conlon, Claus Peter Flor, Alexander Lazarev, Vassiliy Petrenko und Yuri Bashmet.

Als Solist trat er weltweit in den bedeutendsten Konzertsälen auf, darunter im Louvre Auditorium und im Salle Cortot in Paris, der Albert Hall und der Wigmore Hall in London, dem Herkulessaal München, der Philharmonie Berlin, dem Kennedy Centre in Washington, der Avery Fisher Hall in New York, der Great Hall im Moscow Conservatoire, dem Sheung Wan Civic Centre in Hong Kong, sowie dem Sala Verdi in Mailand u.a. Er gab er u.a. Klavierabende in der Bass Hall im Rahmen der Cliburn Series, bei der Washington Performing Arts Society, bei La Roque d’Antheron, dem Ravinia Festival, dem Busoni Festival und dem Klavier-Festival Ruhr.

Alexander Kobrin genießt als Interpret weltweite Anerkennung und ist als Lehrer für seine Studenten eine Quelle der Inspiration. Seit 2006 lehrt er an der Fakultät des IKIF im Mannes College of Music und hat heute den Ersten Lehrstuhl für Klavier an der Schwob School of Music der Columbus State University inne.  2013 trat Kobrin der berühmten Künstler Fakultät der Steinhardt School of Piano Studies and der New Yorker Universität bei und gibt Meisterklassen in Europa und Asien. Kobrin war und ist Jurymitglied vieler internationaler Klavier Wettbewerbe, wie beim internationalen Klavierwettbewerb „Ferruccio Busoni“, dem „Prix Animato“ in Paris, dem Blüthner International Piano Competition in Wien, dem E-Competition in Fairbanks und dem Neuhaus International Piano Festival in Moskau.

Alexander Kobrin Einspielungen bei Harmonia Mundi, Quartz und Centaur decken ein weites Feld der Klavierliteratur ab. Das „Grammophone Magazine“ schwärmte von seiner Aufnahme des Cliburn Wettbewerbs bei Harmonia Mundi und schrieb, dass „in [Rachmaninows] zweiter Sonate, trotz eines Feuersturms an Virtuosität für alles, was er ausdrücken möchte, immer Raum bleibt und er ein hypnotisches Gefühl für die dunkle Geisterbeschwörung der Musik habe.“ 2014 erschien seine Aufnahme von Schumanns Carnaval op. 9 und den Waldszenen op. 82 bei Centaur Records.