Alexandra Conunova

Alexandra Conunova wurde mit Beifall von Publikum und Kritikern überschüttet, als sie den 1. Preis beim Joseph-Joachim-Violinwettbewerb in Hannover im Herbst 2012 erhielt. Die Jury war begeistert von ihrem zupackenden Gestus und der höchst virtuosen Dramatik ihres Spiels. Die H.A.Z. schrieb: „sie zeigt, mit was für einem strahlenden Ton sie Musik machen kann. Mal streng und dabei doch wunderbar gesanglich, dann wieder tänzerisch oder hochvirtuos.“

In der aktuellen Spielzeit konzertiert Alexandra Conunova u.a. in London, Moskau und Aix-en-Provence, sowie beim Menuhin Festival Gstaad, Shanghai International Arts Festival und Zagreb Festival. Mit der Camerata Bern ist sie ebenso zu hören wie mit dem Insula Orchestra unter Laurence Equilbey, dem Real Orchestra Sinfonica de Sevilla unter John Axelrod und dem Saarländischen Staatsorchester unter Nicholas Milton. Ihr US-Debüt gab sie im Januar 2017.

Die junge Musikerin ist Preisträgerin zahlreicher internationaler Wettbewerbe. Mit Hilfe ihrer Energie, natürlichen Bühnenpräsenz und Stilsicherheit errang sie 2015 den 3. Preis im internationalen Violinwettbewerb in Singapur und beim renommierten Tschaikowsky-Wettbewerb in Moskau. Einen 2. Preis erhielt sie 2011 beim internationalen Violinwettbewerb „George Enescu“ (bei Nicht-Vergabe des 1. Preises), wie auch bei den Wettbewerben „Tibor Varga“ (2010), „Ion Voicu“ (2009) und „Henri Marteau“ (2008). Im Rahmen der „Verbier Festival Academy“ wurde ihr 2013 der „Julius Baer Preis“ verliehen. 2016 wurde sie als Borletti-Buitoni-Trust Fellowship Winner ausgezeichnet.

Alexandra Conunova wurde 1988 in Moldawien geboren und begann im Alter von sechs Jahren, Geige zu spielen. Sie studierte bei Petru Munteanu an der Hochschule für Musik und Theater Rostock, bei Krzysztof Wegrzyn an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover sowie bei Renaud Capuçon an der Haute Ecole de Musique de Lausanne. Ihr Studium ergänzten Meisterkursen bei Ivry Gitlis, Igor Oistrakh und Igor Ozim u.a. In ihrer Heimatstadt Chişinău, der Hauptstadt Moldawiens, gründete sie die VitArt Charity Foundation, um Menschen mit Behinderung, aber auch junge Musiker zu unterstützen. 2015 wurde ihr vom moldawischen Präsidenten Nicolae Timofti der Ehrentitel Master of Arts verliehen.

Alexandra Conunova hat sich als Solistin auf hohem Niveau etabliert. Konzerte führten sie u.a. nach Bulgarien, China, Russland und Frankreich sowie in die Türkei und in die Schweiz. Als Solistin arbeitet sie mit Orchestern wie dem National Philharmonic of Russia, dem Hermitage Orchestra St-Petersburg, der NDR Radiophilharmonie, dem Orchestra I pomeriggi musicali Mailand,  der Filarmonica Teatro Regio Torino, dem Real Orchestra Sinfonica de Sevilla, dem Orchestre National du Capitole, Bucharest Symphony Orchestra, dem George Enescu Philharmonic Orchestra, der Ungarischen Staatsoper, den Moscow Soloists, den Nürnberger Symphonikern, dem Philharmonischen Orchester Erfurt, dem Wuhan und China Philharmonic Orchestra, dem Musikkollegium Winterthur, dem Verbier Festival Kammerorchester sowie dem Wiener, Münchener und Stuttgarter Kammerorchester und dem Mahler Chamber Orchestra. Sie arbeitet mit Dirigenten wie Valery Gergiev, Teodor Currentzis, Hannu Lintu, Andrew Manze, Christian Badea, Yury Bashmet, Misha Damev, Gianandrea Noseda, Nicholas Milton, John Axelrod und Gabor Takacs-Nagy.

Alexandra Conunova begeistert auch als Kammermusikerin. Regelmäßige Zusammenarbeit verbindet sie mit Künstlern wie Nicolas Altstaedt, Lera Auerbach, Boris Brovtsyn, Gérard Caussé, Renaud Capuçon, Finghin Collins, Blythe Teh Engstroem, Katia and Marielle Labèque, Yura Lee, Michail Lifits, Alexander Melnikov, Paul Meyer, Edgar Moreau, Andreas Ottensamer, Julien Quentin, Alexei Stadler, Christian Tetzlaff, Kirill Troussov, Istvan Vardai, Tabea Zimmermann, Claudio Bohorquez und Maximilian Hornung.

Derzeit spielt sie eine auf 1735 datierte Santo-Seraphin Geige aus Venedig, welche die Deutsche Stiftung Musikleben ihr freundlicherweise zur Verfügung stellt.