Breslauer Kammerorchester Leopoldinum

Das NFM Leopoldinum Chamber Orchestra Wrocław, das Breslauer Kammerorchester LEOPOLDINUM, gegründet von Mitgliedern des Philharmonischen Orchesters Witold Lutosławski Wrocław (Breslau), kann auf eine erfolgreiche 35-jährige Geschichte zurückblicken. Benannt nach einem der schönsten barocken Bauwerke Europas, der für ihre fantastische Akustik berühmten Aula Leopoldina der Breslauer Universität, hat sich das Kammerorchester Leopoldinum seit Anbeginn seines Bestehens im Jahr 1978 zu einem der profiliertesten Klangkörper Polens entwickelt.

Sein erstes Konzert 1979 gab das Kammerorchester Leopoldinum unter der Leitung seines Gründers Tadeusz Strugała. Ihm folgten Karol Teutsch, der den Stil des Orchesters maßgeblich formte sowie der Geiger Jan Stanienda. Entscheidende Impulse gingen außerdem von Zbigniew Szufłat aus, der als Konzertmeister über 20 Jahre hinweg mit dem Orchester arbeitete. Es folgte von 2007 bis 2014 eine enge Zusammenarbeit mit dem österreichischen Geiger und Dirigenten Ernst Kovacic. Seit Beginn der Saison 2014/15 steht der renommierte Bratscher Hartmut Rohde, der sowohl solistisch als auch kammermusikalisch ein reges Konzertleben führt, dem Kammerorchester als Künstlerischer Leiter vor.

Das Kammerorchester Leopoldinum erfreut sich nicht nur in seiner polnischen Heimat, sondern auch in den Reihen der großen Konzertsäle und auf zahlreichen Festivals im Ausland einer großen Beliebtheit sowohl beim Publikum als auch bei den Kritikern. Es gastierte in der Berliner Philharmonie, im Tivoli Kopenhagen und im Teatro Victoria Eugenia in San Sebastian sowie beim Flanders Festival in Belgien, dem Muziekfestival West-Brabant in den Niederlanden, dem Bodenseefestival, den Weilburger Schlosskonzerten und beim Echternach Festival Luxemburg. Darüber hinaus zählen die großen polnischen Festivals das Kammerorchester Leopoldinum zu ihren regelmäßigen Gästen: der Warschauer Herbst, das Beethoven Osterfestival, Wratislavia Cantans und Musica Polonica Nova arbeiten mit dem Klangkörper zusammen.
Durch Vermittlung des Adam-Mickiewicz-Institutes Warschau, das zahlreiche europäische Kulturprojekte koordiniert, repräsentierte das Kammerorchester Leopoldinum sein Heimatland Polen bei der Europalia in Belgien (2001 und 2007), beim Polnischen Kulturjahr in Frankreich (2004), beim Deutsch-Polnischen Kulturjahr (2005) und im Norwegischen Trondheim (2006).

Eine weit gefächerte Diskographie zeugt von der großen künstlerischen Qualität des Ensembles. Das Kammerorchester Leopoldinum hat Werke von Bach bis Piazzolla eingespielt und sich darüber hinaus besonders mit der Interpretation von Werken polnischer Komponisten einen Namen gemacht.
Das Kammerorchester Leopoldinum gehört dem Philharmonischen Orchester Witold Lutosławski Wrocław an.