Hartmut Rohde

Hartmut_Rohde

Biografie

Hartmut Rohde begeistert das Publikum durch seine besonderen Klangfarben sowie seine variable musikalische Sprache. Seine Interpretationen sind stets eine affektvolle Ausleuchtung des Notentextes. Ein Hauptinteresse liegt für ihn in der historischen Hinterfragung der verschiedenen Stilrichtungen, der Wirkung der rhetorischen Musiksprache des Barock und der Klassik hinein in die Romantik. Diese Herangehensweise und seine beständige musikalische Neugier verbinden sein vielseitiges künstlerisches Wirken als Solist, Dirigent, Pädagoge, Herausgeber und Kammermusiker.

2015 führte er mit großem Erfolg die Konzerte von Walton, Hindemith und die Violafassung des Cellokonzerts von E. Elgar auf. 2016/2017 stehen für ihn unter anderem eine Erstaufführung des Violakonzertes von August Heinrich Gehra unter Reinhard Goebel und die Elegie für Streichorchester, Streichquartett und Soloviola von Herbert Howells auf dem Programm.

Zahlreiche Wettbewerbsauszeichnungen Anfang der 1990er Jahre waren die Basis für eine internationale Konzerttätigkeit als Solist und Kammermusiker. Hartmut Rohde konzertiert mit Dirigenten wie Kent Nagano, Paavo Järvi, Massimo Zanetti, Christoph Prick und Michael Sanderling. Er arbeitet mit Orchestern wie der Staatskapelle Weimar, dem Beethoven Orchester Bonn, den Bremer Philharmonikern, der NDRRadiophilharmonie Hannover, den Lithauischen Philharmonikern, der Philharmonie Baden-Baden, sowie den Dresdener Kapellsolisten. Darüber hinaus gastiert er regelmäßig in der Carnegie Hall New York, der Wigmore Hall in London, dem Concertgebouw Amsterdam sowie bei den Berliner Festspielen, dem Schleswig-Holstein Musik Festival, den Salzburger Festspielen, den „Spannungen“ Heimbach, dem Festival Pablo Casals, dem Jerusalem Chamber Music Festival und dem Kumho Asiana Festival in Seoul.

Seit der Saison 2014/15 ist Hartmut Rohde künstlerischer Leiter und Dirigent des Leopoldinum Kammerorchesters Wroclaw (Breslau). Mit dem Kammerorchester realisiert er zwei CD Aufnahmen mit Werken von Simon Lachs und Philipp Jarnach sowie Erich Wolfgang Korngold für das Label CPO. Neben der eigenen Reihe des renommierten Kammerorchesters im Neuen Musikforum Breslau gibt das Ensemble Gastkonzerte u.a. in der Berliner Philharmonie, der Tonhalle Düsseldorf und dem Casals Festival in Frankreich.

Als einer der erfolgreichsten europäischen Lehrer lehrt Hartmut Rohde seit 1993 als Professor an der Universität der Künste Berlin. Darüber hinaus ist er Ehrenmitglied der Royal Academy of Music in London. Für den PARTITURA Verlag sowie den Hofmeister Verlag Leipzig arbeitet er seit 2010 als Herausgeber und Bearbeiter. 1991 legte er seine eigene Bearbeitung des Violakonzerts von Béla Bartok nach dessen Szizzen vor, deren weitere Überarbeitung 2010 in Baden-Baden ihre Erstaufführung erfuhr.

Hartmut Rohde ist Gründungsmitglied des Mozart Piano Quartets, das zu den weltweit führenden Klavierkammermusikensembles zählt. Zahlreiche CD-Aufnahmen liegen bei EMI Classics, Decca, BMG/Sony, MDG, CPO sowie Naxos vor (Supersonic Award 2003). Kammermusikalische Partner von Hartmut Rohde sind Künstlern wie Heinrich Schiff, David Geringas, Lars Vogt, Daniel Hope, Janine Jansen, Olli Mustonen sowie das Auryn Quartett und das Leipziger Streichquartett. Sein Engagement für zeitgenössische Musik zeigt sich in der Zusammenarbeit mit Komponisten wie Jörg Widmann, Sören Nils Eichberg, Brett Dean, Wolfgang Rihm, Kristof Penderecki oder David Ph. Hefti.

Hartmut Rohde spielt eine Viola von Gioseppe Fiorini (1899) sowie eine Michael Ledfuss (2002)